Language:
Startseite Erbkrankheiten Hund Katze Pferd Rind Schwein Fellfarben Abstammung Rassezuordnung Tierartendifferenzierung Geschlechtsbestimmung Vogel Untersuchungsantrag Kontakt Versandmaterial FAQs Zuchtverbände

















 





Startle Disease (SD)

Rasse

Irischer Wolfshund

Erkrankung

Der Transport des Neurotransmitters Glycin ist aufgrund eines fehlerhaften Rezeptors gestört. Dadurch kommt es zu neurologischen Symptomen. Diese beginnen etwa 5-7 Tage nach der Geburt. Betroffene Hunde leiden unter Steifigkeit aller Beinmuskeln sowie Muskelzittern. Diese Symptome verstärken sich, wenn man die Hunde bewegt. Sie verschwinden, wenn sich die Hunde entspannen oder schlafen. Die Hunde können kaum stehen. Hinzu kommt eine Zyanose während des Trinkens und Essens. Betroffene Welpen müssen meist euthanasiert werden.

Mutation und Erbgang

Die dem Defekt zugrundeliegende Mutation kann mittels eines DNA-Tests nachgewiesen werden. Die Mutation führt zur Bildung eines fehlerhaften Rezeptors für Glycin. Dadurch kommt es zur Störung des Neurotransmitter-Haushalts, was wiederum gravierende Auswirkungen auf das Nervensystem hat.
 
Startle Disease wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen.
Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.
 
Startle Disease folgt einem autosomal-rezessivem Erbgang. Es gibt drei Genotypen:
 
1. Genotyp N/N (homozygot frei): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an Startle Disease zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
 
2. Genotyp N/SD (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an Startle Disease zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem Startle Disease mutationsfreien Hund verpaart werden.
 
3. Genotyp SD/SD (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an Startle Disease zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und sollte nur mit einem Startle Disease mutationsfreien Hund verpaart werden.

DNA Test

Ein DNA Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation. Die DNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich und kann bereits bei Welpen durchgeführt werden. Es ist nicht nur eine Unterscheidung von betroffenen und mutationsfreien Tieren möglich, mit Hilfe des Gentests können auch klinisch unauffällige Träger identifiziert werden, was für die Zucht von großer Bedeutung ist.
Um eine maximale Testsicherheit zu bieten, erfolgt die Untersuchung jeder Probe in zwei voneinander unabhängigen Testansätzen.

Material

Für den DNA-Test wird ca. 1,0 ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die Einsendung eines sog. Backenabstriches möglich. Der Backenabstrich muss mit von uns kostenlos erhältlichen Spezialbürsten durchgeführt werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Abstrich nicht zu zaghaft durchgeführt wird, da sonst nicht ausreichend Material für die Untersuchung zur Verfügung steht.

Methode

PCR 

Testdauer

Der Test wird bei uns mehrmals wöchentlich angesetzt. Das Ergebnis liegt etwa 1 Woche nach Erhalt der Probe vor.

Weitere Auskünfte erhalten Sie gerne bei

Frau Dr. Petra Kühnlein oder Frau Dr. Ines Langbein-Detsch
LABOKLIN GmbH und Co.KG
Steubenstraße 4
D-97688 Bad Kissingen

Tel. 0971 /72020 oder Fax: 0971 / 7202995
Email: labogenlaboklin.de